Gluten

Gluten + ATI (Amylase-Trypsin-Inhibitoren)

Gluten ist Bestandteil aller üblichen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Emmer, Kamut und Einkorn und Seitan. Allerdings enthält Weizen am meisten Gluten. Hafer nimmt hier allerdings eine Sonderstellung ein. Nicht nur die Eiweiße unterscheiden sich erheblich, auch enthält er nur ein Viertel der Glutenmenge des Weizens. Viele Gluten-Intolerante können Mengen von nicht mehr als 50 g pro Tag sehr gut vertragen. Allerdings sollte hier auf die Auswahl des Hafers geachtet werden, denn normaler Anbau kann auch Spuren von Weizen enthalten. Eine Empfehlung wäre ein Spezialprodukt aus Skandinavien – hier wird eine spezielle Hafersorte weit entfernt von anderen Getreidefeldern mitten im Wald angebaut. Ein vorsichtiges Austesten ist den Betroffenen jedoch anzuraten.

 


Gluten – das Klebereiweis

Gluten ist ein Proteingemisch aus Glutenin und Gliadin. In Kombination von Stärke mit Wasser ergibt Gluten eine zähe, klebrige Masse, das sogenannte Klebereiweiß. Dieses Klebereiweiß bildet die ideale Grundlage für das Brotbacken. Für unseren Darm ist es allerdings eine Katastrophe – im Verdauungstrakt bindet sich Gluten an die Dünndarmwand. Verdauungsbeschwerden und Immunstörungen sind vorprogrammiert!

Der moderne Weizen wird für industrielle Backprozesse glutenreich gezüchtet und trägt vor allem dazu bei, dass immer mehr Menschen von einer Gluten-
unverträglichkeit betroffen sind. Diese steht wiederum mit unterschiedlichen Folgeerkrankungen in Verbindung. Grundsätzlich stellen glutenhaltige Getreide heutzutage das wichtigste Grundnahrungsmittel dar. Die Industrie mischt diese Getreide bzw. Erzeugnisse daraus nahezu in alle Fertigprodukte.

Glutenfreie Getreidearten: Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Hirse, Reis und Mais.

 


ATI (Amylase-Trypsin-Inhibitoren)

Weitere Schädliche Proteine im Weizen: Die ATIs (Amylase-Trypsin-Inhibitoren) können erwiesenermaßen Immunreaktionen im Darm auslösen, die sich dann aber nicht nur auf den Darm beschränken, sondern sich vom Darm aus in andere Gewebe des Körpers ausbreiten können. ATIs sind pflanzliche Proteine, die dazu da sind, das Weizenkorn vor Schädlingen zu schützen. So hemmen sie z.B. die Verdauungsenzyme von Mehlwürmern, Mehlkäfern oder anderen Korn-
parasiten und bewahren das Korn vor schnellem Verderb. ATIs spielen überdies eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Samenkorns im Stoffwechsel der Pflanze.

Viele der in der Vergangenheit durchgeführten Studien konzentrierten sich auf den Einfluss von Gluten auf das Verdauungssystem. Prof. Detlef Schuppan
jedoch zeigt, wie wichtig die Rolle des ATIs ist, wenn es nicht nur um die Gesundheit des Verdauungssystems, sondern um die Gesundheit des gesamten
Organismus geht.

Autor: Susanne Blindow, Fachberaterin für holistische Gesundheit

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