Kuh-Milch

Milch …

Von Natur aus ist Milch ein Übergangsnahrungsmittel, und zwar für Neugeborene! Milch soll das Neugeborene so lange nähren, bis dieser feste Nahrung verwerten kann. Nun bildet aber jedes Säugetier eine artspezifische Milch. Die Kuh bildet Kuhmilch für das Kalb, eine Hündin bildet Hundemilch für die
Welpen und der Mensch bildet Menschenmilch für das Baby. Bekämen die Welpen jetzt die Kuhmilch statt der Hundemilch und umgekehrt, wären die
Tierkinder nicht optimal versorgt – Hundewelpen haben nun einmal andere Bedürfnisse als Kälber.

Ähnlich verhält es sich, wenn Menschenkinder Kuhmilch erhalten – diese ist für Babys ebenso wenig optimal. Sie enthält viel mehr Eiweiß, viel weniger
Kohlenhydrate und weist zudem ein völlig anderes Vitamin- und Mineralstoffprofil auf und enthält ganz spezielle Wachstumshormone und Antikörper.

Doch muss ein Menschenkind nicht wie das Kalb sehr schnell groß werden – es benötigt ebenfalls nicht die Antikörper eines Kuh-Immunsystems. Und weil unser Organismus das ganz genau weiß, reagieren viele Säuglinge mit extremen Unverträglichkeitsreaktionen wie Verdauungs- und Hautbeschwerden. Doch die Fachwelt rät noch heute, dass nach Ablauf von 12 Monaten die Milch unbedingt zur gesunden Ernährung von Kindern gehöre.

Milch ist eine Säuglingsnahrung und warum sollte ein Wesen, dass Zähne für feste Nahrung und ein Verdauungssystem für feste Nahrung hat, Säuglings-
nahrung benötigen? Wir brauchen Makro- und Mikronährstoffe, die zwar auch in der Milch, aber auch in sehr vielen anderen Lebensmitteln enthalten sind (Grünpflanzen, z. B. Spinat und Grünkohl, Sesam – hier decken 100 g Sesam den Tagesbedarf an Calcium Körper mit ca. 75% ab)


… gesundheitliche Auswirkungen der Milch:

Akne
Hier wirken insbesondere die Molkeproteine anabol und führen zu einem Anstieg des Insulinspiegels. Dieser wiederum führt zu einer steigenden Androgenproduktion, die ihrerseits nun die Talgproduktion erhöht. Die Wachstumsfaktoren (IGF-1) führen zu einer übermäßigen Zellteilung der Keratinozyten (Zellen der Oberhaut). Diese übermäßige Zellteilung ist der Beginn von Akne und ein erhöhter Insulinspiegel hemmt wiederum Stoffe, die diese übermäßige
Zellteilung blockieren würden.

Diabetes
Beim Typ-1-Diabetiker produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin. Die Wissenschaft geht derzeit davon aus, dass es sich hierbei um ein Autoimmun-
geschehen handelt. Sie tritt bei Menschen in Erscheinung, die gleichzeitig eine genetische Disposition für Typ1-Diabetis mit sich bringen.

Die Ursache soll in einer vorausgegangenen Viruserkrankung liegen, die zu einer Fehlprogram-mierung des Immunsystems geführt haben soll. Es gibt hier eine hochinteressante These: Bei manchen Menschen liegt ein Leaky-Gut-Syndrom („leckender“ Darm) vor. Das bedeutet, dass die Darmschleimhaut ist nun auch durchlässig für unvollständig verdaute Partikel geworden, die in der Blutbahn überhaupt nichts zu suchen haben. Darunter auch unverdaute Eiweiße, z.B. Milcheiweiße. Der Körper klassifiziert diese als Eindringlinge (Viren bestehen beispielsweise auch aus Eiweißen) und bekämpft diese. Unglücklicherweise
befindet sich in den Langerhans-Inseln ein Protein mit ähnlicher Aminosäurenabfolge wie im Milchprotein und so zerstören die Antikörper fälschlicher-weise die körpereigenen Langerhans-Inseln. Die Zerstörung erfolgt überraschend schnell und der Patient bleibt bis zum Lebensende insulinpflichtig.

Multiple Sklerose
Manche Wissenschaftler legen dar, dass sich die Autoimmunerkrankungen Diabetes Typ 1 und Multiple Sklerose sehr ähneln – bei beiden Krankheiten
werden gleichermaßen Immunreaktionen auf Kuhmilchproteine beobachtet. (Studie, z. B. Guggenmos 2004)


warum freiwillig ein unnötiges Risiko eingehen?


Krebs
Kuhmilch stammt heutzutage oftmals von trächtigen Kühen – je weiter fortgeschritten die Schwangerschaft, desto höher der Hormongehalt. Die Milch hochträchtiger Kühe enthält beispielsweise 33 Mal mehr Östrogene als von nichtträchtigen. Dieser hohe Östrogengehalt der Kuhmilch wird jetzt im Zusammenhang mit hormonbedingten Krebserkrankungen beim Menschen gesehen.
(Studie der Harvard University 2006/ Hormone in milk can be dangerous)

Autismus, Adhs und Ads
Die Ursachen hierfür sind nicht bekannt. Erfahrungsberichte zeigten jedoch bei betroffenen Kindern, die eine milch- und weizenfreie Ernährung erhalten, dass sich die Symptome häufig deutlich verbesserten und sich wieder verstärkten, alsbald wieder Milch und glutenhaltige Nahrungsmittel verabreicht wurden.

Arthritis
Diese gilt als Autoimmunerkrankung – die Ursache ist nicht eindeutig. Wissenschaftler fanden jedoch in den Entzündungsherden von betroffenen Gelenken Histamine. Diese werden im Normalfall bei akuten allergischen Reaktionen von Zellen des Immunsystems ausgeschüttet. Die Rheumathoide Arthritis ist
jedoch keine Allergie – sie könnte allerdings die Folge einer unerkannten Allergie bzw. einer Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Man fand bei vielen
Menschen auch Antikörper gegen Milcheiweiß und Gluten. Bei einer milch- und weizenfreien Ernährung werden sehr häufig deutliche Verbesserungen der Symptome beobachtet.

Arteriosklerose
Milchprodukte (ganz besonders Käse) enthalten große Mengen der Aminosäure Methionin. Diese ist zwar eine essentielle Aminosäure, doch bei einem
hohen Anteil von Milchprodukten in der Ernährung, übersteigt das Methionin-Angebot dem Bedarf und aus diesem Überschuss bildet der Körper die Aminosäure Homosyctein – eine Aminosäure, die im menschlichen Organismus keine unmittelbare physiologische Funktion übernimmt. Ob sich die Aminosäure schädigend auf Körperprozesse auswirkt, hängt unter anderem von der vorliegenden Konzentration ab. Je höher der Spiegel desto größer wird die Gefahr, dass die Blutgefäße geschädigt werden und sich eine Arteriosklerose entwickeln kann.


Kuh-Milch gehört zu den am längsten bekannten Allergenen


Allergien
Kuhmilch gehört zu den am längsten bekannten Allergenen. Inzwischen tritt bei ca. 7% aller mit Kuhmilch ernährten Kinder eine Allergie auf (Magen-Darm-Beschwerden,
Ohrenentzündungen, Atemwegsprobleme, chronisch laufende Nase, häufige Erkältungen etc. und ebenso Hautprobleme wie Neurodermitis). Bei Babys ist die Darmschleimhaut noch nicht vollständig ausgebildet, so können unverdaute Proteinpartikel in die Blutbahn übertreten – diese Proteine irritieren das
Immunsystem und führen zu einer Abwehrreaktion.

…besser nicht!

Autor: Susanne Blindow, Fachberaterin für holistische Gesundheit

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